Projektentwicklung

Ein Immobilienprojekt ist stets etwas Einmaliges - nur schon wegen der simplen Tatsache, dass Grundstücke nicht wie ein anderes Gut mehrfach produziert werden können. Wir sind der Ansicht, dass Immobilienprojekte in dem sich immer weiter urbanisierenden Lebensraum dem Menschen mit seiner Umwelt unterzuordnen sind. Dazu  haben wir Thesen aufgestellt:

 

Es wird zu perfekt und zu teuer gebaut und saniert, weil viele Investoren die folgende falsche Gleichung machen: Hoher Mietzins = hohe Rendite.

 

Immobilienprojekte werden für die immer gleichen stereotypen Zielgruppen entwickelt, mögliche Zielgruppen sind aber viel differenzierter und vielfältiger.

 

Nachhaltig urbaner Städtebau bedeutet Vielfältigkeit, wir brauchen flexible Bauten, Mischnutzungen und vor allem lebendige Erdgeschosse.

 

Der Nachfragedruck im Wohnungsbau führt zu unkreativen Wohnüberbauungen (Wohnghettos) -ästhetische Architektur allein führt nicht zu Lebendigkeit.

 

Zonenordnungen verhindern oft sinnvolle Durchmischungen (z.B. kein Wohnanteil in Industriezonen).

 

Wirklich kreative Projekte sind heute meist nur an B-Lagen möglich - da wo übliche konven­tionelle Strategien versagen.

 

Rohe, einfache und improvisierte Immobilienprojekte sind im Betrieb nicht teurer, die Ansprüche der Mietenden passen sich den Gegebenheiten an.

 

In flexiblen, spontan genutzten Gebäuden ist die soziale Interaktion grösser, die Beteiligten fühlen sich sicherer und geborgener.

 

Es werden zu wenig günstige, attraktive und kleinteilige Immobilienprojekte entwickelt obwohl Singles zunehmen und der Bedarf an Start up-Unternehmungen ausgewiesen ist.

 

Bauvorschriften und einseitig auf Technik ausgerichtete Gebäudeökologie verhindern oft einfache und intelligente Systemlösungen.

 

Das Bauen ist zu 'architekturlastig'. Die Bedürfnisse und Anliegen von  Nutzergruppen werden bei der Planung zu wenig einbezogen und stehen erst in der Phase der Erstvermietung zur Diskussion.

 

Wohnen und Arbeiten ist in unserer weiter zunehmenden Dienstleistungsgesellschaft immer weniger getrennt, deshalb bauen wir flexible Räume, in denen wahlweise beides möglich ist (24h-Belebung).

 

Umnutzungen bieten die spannende Chance von 'neutralen' Räumen, weil sie ja ursprünglich für einen anderen Zweck gebaut wurden.

 

Bei Umnutzungen ist oft weniger Sanierungsaufwand mehr, die künftige Nutzergruppe soll sich ins Gebäude 'einschmiegen' und nicht umgekehrt.

 

In jedem Haus bildet sich eine Community. Bei Planungsbeginn braucht es eine klare Vorstellung davon, mit welchen Massnahmen die entstehende Community gefördert und nicht behindert wird.